Mehr als achtzig Prozent der japanischen Teenager nutzen ihr Handy nicht zum Telefonieren, sondern nur noch für Kurznachrichten, so genannte SMS, wie kürzlich eine Umfrage eines Telefonkonzerns ergab. Die Tokioter Soziologin Mimi Ito hatte festgestellt, dass die Jugendlichen selbst dann lieber kleine Texte mit dem Mobiltelefon verschicken, wenn sie zu Hause vor dem Rechner sitzen und eigentlich mailen könnten. Ihre Erklärung: "Die sind mit dem Daumen einfach schneller, als auf der Tastatur." TV-Sender veranstalten sogar schon Wettbewerbe; die Besten schaffen hundert Wörter pro Minute.